
| Eurydike Ein Tag weg von der Mutter weder Schatten noch Sonnenwärme eine Frau - fast und schau in die schönste Brust hinein, plötzlich ist die vererbte Last meiner Mitgift verheiratet. Unbehagen eines Mantels - Futter wie ihr eingewachsener Spruch "Gibt keinem Mann zuviel Liebe" - und es ist mir kalt geworden ein Tag weg von der Mutter. Orpheus - mein Mann. Wir dachten ich sei seine Frau. Bezaubernder Gesang, der die Bäume, Vögel und Steine bewegte, streichelte nur die Vorstellung seiner arglosen Liebe. Ich fühlte mich geküßt und geschlagen, aber Orpheus war mein Mann! Lippen zusammengepreßt, Angst meiner eigenen Empfindungen. Ich habe gespuckt - kein Kind war da. Geburt der Regentropfen die eine Glasscheibe kitzeln weglaufen wie Nachdenken herunter von Erwartungen aufgehalten, weiter von Nachkömmlingen verschoben. Kein Schicksal im Genuß des Schweigens sich aufzulösen. Unendliche Ratenzahlung meiner Seele. Ich habe geweint. Abgetriebener Willen. Hoffnung mit ihm - die Durchsichtigkeit. Alles vergebens die Trauung meines Bauches voller Versprechungen vergeblich verheiratet. Ich habe gespuckt ein Tag weg von der Mutter. Ein Kind war da. Ohne zu wissen verlangte Orpheus voller Verständnis: zerrissene Wurzeln meiner Narbe. Erscheinungen blühend, Farbenpracht des Nichtwahrnehmens. Ohne zu wissen war Orpheus mein Mann. Er glänzte, ich Abglanz der Rosen Lied verdornter Schatten. Kaum eine Frau - doch eine Frau geworden belagert von Verlangen des nicht Wollens. Er kam auf mich zu, Orpheus, und der Himmel strahlte. Als er sang weinten die Götter vor Freude. Er nahm mich ohne zurückzuschauen, sanft aber voller Gier. Sein Kuß geübt. Ich spürte eine Haltlosigkeit ich, das weibliche Wesen hoffnungslos ertrinkend. Machtlos ließ ich ihn alles kosten - er war mein Mann. Keinen Seufzer mehr aus meinem Mund und seine Stimme entmachtet. Tier der Zärtlichkeit spürte nicht wie ich bebte bis sich mein Herz verwandelte - ein Tropfen Blut auf einem Stein fassungslos - wund. Die Götter fingen an zu heulen. O! du armes Mädchen kaum eine Frau geworden. Ich hab' gespuckt. Die Rettung. Von seinen Bienen getragen kam Aristaeus wie ein Besessener von meinem Duft. Ich gab mich hin. Wie gestochen, und vom Wind getragen flog er weg. Wie klein ist die menschliche Seele geworden nach den Jahrhunderten weg von der Mutter. Ich starb. Orpheus sang seine schönsten Lieder. Die ganze Welt - ein Klang. Sonnenaufgang. Der Mond ertrank. Von mir nur ein Echo. Von der Liebe einer Schlange verschlungen. Von mir nur eine Zeile, nicht einmal die Begleitung eines Schattens durch die Unterwelt. Ich verschlossene Blume verdornter Rosen Lied. Trauermarsch der Schatten. Der Weg durch eine Wiese endloser Verspiegelung, Brücken aus Klageliedern über verspielten Felsen. Meine Stimme ein überwachsener Teich murmelnd. Die Besinnung meiner Sinnlichkeit: kein Rosen Lied der vollkommener Weiblickeit. Ein Wesen stand vor mir ging wie Luft durch mich aber war schon mein Atem, dass aus Verzweiflung weg blieb lächelnd hinter mir. Er zeigte sich, ein schöner Mann sanft, ruhig, durchsichtig. Sein Sex - strahlendes Licht, seine Flügel saugten die Dunkelheit auf. Umarmt wie nie zuvor (im Leben) wollte ich mich in ihn hineinkriechen, und wußte, ich würde nicht mehr sagen wie schön es sei. Er wußte es. Ein pulsierendes Licht kam von mir heraus. Mein Bauch war anders. Ich dachte, er müßte bei mir sein. Er war schon in allen Spiegeln und in mir. Sein Kuß - Berührung, von Lebendigen verredet, nur ein Vorwand ihre Realität undurchsichtig zu halten. Die Lebendigen lebendig begraben in dem Bewußtsein voller Geist und Gedanken des meßbaren, beweisbaren Glaubens. Meine Seele fast aufgespürt, fast durchgebohrt. Keine Hilfe aus dem Labyrinth des übergangs. Ich, nur eine Leiche. Kremierte Blume mißachteter Rosen Lied. Eine glücklose Lyren-Gestalt kniete vor mir. Sein Mund bewegte sich und die Hände streichelten sein Instrument. Ich hörte nichts außer die Liebesgeräusche des Universums, und fühlte nur Mitleid für den Mann, der noch keinen Engel gesehen hatte, - Orpheus. Er ist mit der Kraft eines Lebendigen in den Bereich hinein, wo das Ich-sein längst stumm ist, durchgedrungen. Ich schaute zu wie Orpheus zurückgeschickt wurde, um die Kunst des lebenswürdigen Sterbens zu beherrschen. Mit fragendem Blick staunte er zurück zu mir aus dem Menschen, aus Unverständnis. Rosen Echo auseinander gerissenes Lied. Weit entfernt von meiner Mitte, zugemauert aus dem ewigen Nachklang des Schweigens. Eine Frau wie andere, ausgesaugt wie andere mit Erlaubnis des nicht Wissens, und die Gefühle blieben stecken am Leben. |
| Eurydice One day away from the mother neither shadow nor the warmth of the sun, a woman - almost, and look into the most beautiful breast, suddenly, the inherited burden of my dowry is married. Discomfort of a coat - lining like her ingrown saying, "Give no man too much love" - and it has become cold one day away from the mother. Orpheus - my husband. We thought I was his wife. Enchanting song, that moved the trees, birds and stones caressed only the idea of his naive love. I felt kissed and beaten, but Orpheus was my husband! Lips pressed together, afraid of my own feelings. I threw up - no child was there. Birth of raindrops that tickle a pain of glass run away like afterthoughts are stopped by expectations only to be pushed further by their offspring. This is no life to dissolve in the pleasure of remaining silent. Endless installment payments of my soul. I have cried. Abortion of my will. Hope with him into see-throughness. All for nothing, the marriage of my belly full of promises married in vain. I threw up one day away from (the) mother. A child was there. Without knowing, Orpheus demanded full of understanding: torn roots of my scar. Apparitions blossoming, colourful display of not perceiving. Without knowing, Orpheus was my husband. He radiated, I - the reflection of a rose-song's thorny shadow. Hardly a woman - nevertheless; I had become a woman besieged by desires of not wanting. He came to me, Orpheus, and heaven shone forth. As he sang the gods wept with joy. He took me without looking back, gently, but full of greed. His kiss - practised. I felt the deepest unsteadiness in which I, a womanly being would drown without hope. Powerless, I let him taste everything because he was my husband. No longer a murmur from my mouth and his voice lost its power. Creature of tenderness did not notice how I quaked until my heart was transformed - a drop of blood on a stone confused - sore. The gods started to cry. Oh, you poor child - hardly a woman. I threw up. The rescue. Carried by his bees came Aristaeus as one obsessed by my scent, and I gave myself completely. As if stung, and carried by the wind he flew away. How small the human soul has become after the centuries away from the mother. I died. Orpheus sang his most beautiful songs. The whole world - one sound. Sunrise. The moon drowned. From me - just an echo. Swallowed up by the love of a snake. From me - just a line, not even the accompaniment of a "shadow" through the underworld. I - closed up flower of a thorned rose-song. Funeral procession of the Shades. The way through a field of endless mirrors, Bridges of elegies over playful rocks. My voice an overgrown pond murmuring. The awareness of my sensuousness dissolved into senselessness. A creature stood before me passed through me like air but was already my breath which in complete confusion stayed away laughing behind me. He showed himself. He was a handsome man gentle, quiet see-through. His sex was glowing light, and his wings soaked up the darkness. Embraced as never before (in life) I wanted to crawl into him, and knew, I would no longer be able to say how beautiful it was. He knew. A pulsating light came out of me. My belly was different. I thought he must be with me. He was already in every mirror and in me. His kiss - the touch dismissed by people still alive, only an excuse to keep their reality opaque. The living full of spirit and thoughts buried alive by the insistence of the measureablity of provable belief. My soul almost tracked down almost pierced. No help out of the labyrinth of transition. And me - just a corpse. Cremated flower's neglected rose-song. A hapless lyre-figure neeled before me. His mouth moved and 'the' hands stroked his instrument. I heard nothing apart from the love-sounds of the universe, and I felt only pity for the man who had not yet seen an angel, - Orpheus. With the strength of one who is alive he penetrated the region where the ego has long been mute. I observed how Orpheus was sent back to learn how to master the art of dignified dying. With a questioning look he stared back at me out of the human being out of incomprehensibility. Rose-echo's completely torn apart song. How distant from myself walled up by the eternal resonance of keeping quiet. A woman like others sucked out like others with the permission of not knowing, and feelings still caught in life. |